Exklusionen im Inklusionszeitalter (NDV, März 2015)

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für Öffentliche und Private Fürsorge (NDV) erklärt Uwe Becker, warum „Verständnis und Interesse für Menschen mit Behinderung“ nicht ausreichen, um Inklusion ernsthaft zu gestalten. Erforderlich seien auch Ressourcen und Rechte. Ein Schwerpunkt in dem Beitrag sind die vielfältigen Prozesse wirksamer Exklusion: 

Die „lohnarbeitszentrierte Gesellschaft“ schafft schon jetzt reihenweise Phänomene gravierender Ausgrenzung – sei es, dass der Lohn zur gesellschaftlichen Teilhabe nicht reicht, sei es, dass gar kein Zugang zu diesem Faktor Erwerbsarbeit gefunden wird, sei es, dass trotz jahrelanger Arbeit eine gesellschaftliche Teilhabe im Alter für viele finanziell kaum leistbar ist. Diese wesentlichen Eckwerte des Systems der Erwerbsarbeit sind schonungslos darzustellen, wenn leichtfertig davon die Rede ist, es sei in jedem Falle sinnvoll und hilfreich oder gar unverzichtbar geboten, so viele Menschen mit Behinderung wie möglich in Erwerbsarbeit zu „inkludieren“.